Sa, 29.08. 17:30 Uhr

Die Kordillere der Träume

Der legendäre chilenische Dokumentarfilmer Patricio Guzmán vollendet mit seinem neuesten Film die Trilogie zu seiner verlorenen Heimat Chile. Nach der Atacama-Wüste in HEIMWEH NACH DEN STERNEN und den Wasserstraßen in PERLMUTTKNOPF widmet er sich auf besonders persönliche Weise dem Anden-Massiv. Die Gebirgskette macht 80% der Oberfläche Chiles aus, ist jedoch für viele Chilenen ein unbekanntes Gebiet. Guzmán, der seit dem Pinochet-Putsch 1973 im Pariser Exil lebt, betrachtet diesen blinden Fleck in der Natur als Sinnbild für die Geschichte Chiles. Es ist eine Geschichte revolutionärer Utopie, faschistischer Diktatur und neoliberalem Raubbau an der Gesellschaft, die bis heute die politischen und ökonomischen Realitäten des Landes maßgeblich beeinflusst, aber aus der Wahrnehmung der Gesellschaft verdrängt wurde. 

Guzmáns Film ist ein Werk der Bewusstmachung und ein Plädoyer gegen das Vergessen.

Auf dem Festival in Cannes 2019 wurde DIE KORDILLERE DER TRÄUME als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

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